Die Geschichte der U 1 in Nürnberg

Die Geschichte der Nürnberger U- Bahn

von Günter Alias "Seniorchef"



Teil 1 Langwasser Süd - Frankenstrasse




Heutzutage ist sie nicht mehr wegzudenken die U-Bahn in Nürnberg.

Liebevoll nennt man sie auch "Pegnitzpfeile".
Der Name Pegnitzpfeile stammt von der Pegnitz - dem Fluss der durch Nürnberg fliest.
Beim nachfolgenden Link erfahren Sie mehr über den Fluss der Nürnberger - Pegnitz

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Viele von uns können sich noch an die Zeit erinnern als sie mit der Strassenbahn
in überfüllten Zügen zur Arbeit fuhren. Da war z.B. die Linie 1 die 11 die 21 die 24 und 31 die man benützte - um von Nürnberg und Fürth zu kommen.

Zu Zeiten der Fürther Kirchweih waren diese Züge total überfüllt.
alle Strassenbahnzüge wurden eingesetzt und das gesamte Personal wurde zum Dienst eingeteilt
Fahrdienstleiter hatten alle Hände voll zu tun im Bereich der Luisenstrasse und an der Fürther Freiheit um einen reibungslosen Verkehr zu gewährleisten.

Fürther Kirchweih

Stadt Fürth


Chronik der Strassenbahn:

Am 7. Dezember 1835 ist es soweit: die erste deutsche Eisenbahn nimmt zwischen Nürnberg und Fürth ihren Betrieb auf.

Im Jahr 1881 wird die Pferdebahn eingeführt.
Die Wagen werden von nur einem Pferd gezogen,an größeren Steigungen wird ein zweites Pferd vorgespannt.

Anfang 1883 übernimmt die "Nürnberg-Fürther Straßenbahn-Gesellschaft" die Konzessionen, Anlagen und Personal des Betriebes.

Am 2. Mai 1896 wird probeweise die erste Straßenbahnlinie auf elektrischen Betrieb umgestellt,

am 7. Mai 1896 fährt die letzte Pferdebahn nach Fürth.

Und bereits am 20. Juli 1898 sind alle Strecken elektrifiziert.

1903 übernimmt die Stadt Nürnberg
die vormals private "Nürnberg-Fürther Straßenbahn-Gesellschaft"

1914. Der Ausbruch des 1. Weltkrieges bringt auch für die Straßenbahn erhebliche Einschränkungen mit sich.
Da viele Mitarbeiter zum Militärdienst einberufen sind, werden jetzt auch Frauen eingestellt.

1915 sind 83 Schaffnerinnen beschäftigt,
1918 bereits 198 Schaffnerinnen und 35 Fahrerinnen.

Am 10. September 1927 wird die Straßenbahn-Schnelllinie 31 feierlich eröffnet.
Sie verkehrt von Fürth Hauptbahnhof über Plärrer - Sterntor - Hauptbahnhof - Lorenzkirche - Plärrer und zurück nach Fürth.

2. Weltkrieg.

1945. Kriegsende.
Die Nürnberg-Fürther Straßenbahn hat starke Schäden erlitten.
Das Gleisnetz ist an mehr als 200 Stellen beschädigt, 95% der Fahrleitungen sind vernichtet, die Betriebshöfe völlig zerstört. Die Fahrzeuge sind in Folge massiver Beschädigungen nicht einsatzfähig.
Es ist nur mehr ein minimaler Berieb möglich.

Am 11. Juni 1945 fährt bereits wieder die erste Straßenbahn zwischen Plärrer und Muggenhof.
Ich kann mich noch erinnern, dass in Muggenhof in Richtung Fürth linkerhand ein Wendegleis war.

In den 50 und 60 er Jahren.

Ende 1959 erfolgt die Umgründung zur heutigen VAG Verkehrs-AG Nürnberg.

Linienführungen :

Strassenbahnlinien und deren damaliger Verlauf.

Linie 1
Fürth Billinganlage - Fürther Freiheit Maximilianstrase-Plärrer - Lorenzkirche - Hauptbahnhof - Wodanstrasse - Bauernfeindstrasse.

Linie 2
Dutzendteich - Peterskirche - dort rechts ab zur unteren Baustrasse - Marientunnel - Hauptbahnhof - Lorenzkirche - Plärrer
- Rochusfriedhof - Bauerngasse -Berta von Suttnerstrasse - Gustav Adolfstrasse.

Linie 3
Tiergarten - Mögeldorf Milchhof (Dürrenhof) -Hauptbahnhof - Lorenzkiche - Plärrer - Schlachthof Schweinau.

Linie 4
Dutzendteich - Peterskirche -Schweiggerstrasse Christuskirche -Landgrabenstrasse - Hessestrasse - Rochusfriedhof (Totengässla) - Obere Kanalstrasse-
Willstrasse- Brückenstrasse- Städt. Krankenhaus Flurstrasse- Friedrich Ebert Platz - Hallertor Plärrer.

Linie 6
Westfriedhof Brückenstrasse -Hallertor -Plärrer Hauptbahnhof - Luitpoldhain.

An der Endhaltestelle Westfriedhof befand sich das Strassenbahndepot Westfriedof.
Die Besonderheit war dort, es gab keine Wendeschleife. Es konnten auch keine Grossraumfahrzeuge 100er 200er 300er dorthin fahren.
Denn wegen der fehlenden Wendeschleife musste der Triebwagen von den Beiwägen abgehängt werden, - dieser Triebwagen fuhr dann über einen Gleiswechsel -- von der anderen Seite auf die Beiwagen wieder auf, so dass er wieder in Fahrtrichtung Plärrer abfahrbereit stand.
Die Schaffner mussten nach beendeten Fahrgastwechsel am Westfriedhof- auf der rechte Seite die Türen (oder Gitter)absperren
und und auf der linken Seite aufsperren, so das die Fahrgäste nach dem Rangiermanöver einsteigen konnten.
Die Kollegen vom Werk Westfriedhof waren ein eingespieltes Team
Bei jeden Wetter ging alles schnell und reibungslos vonstatten

Die Fahrer der Strab Baureihe 800, versahen Ihren Dienst im Winter, mitFilzstiefel-Pelzweste-Wintermantel- Pelzkragen-Dienstmütze - Handschuhen bekleidet, - im offenen zugigen Wagen.
Ohrenschützer waren verboten,wegen der Wahrnehmung des Strassenverkehrs und der Trillerpfeife des Triebwagenschaffners.
Der Triebwagenschaffner war zugleich Zugführer und er gab das Abfahrtsignal mittels Trillerpfeife an den Haltestellen.
Jeder Schaffner hatte seine eigene kleine Melodie die er pfiff bei der Abfahrt.
Wenn z.B. am Hauptbahnhof oder Plärrer mehrere Züge standen, wusste jeder Fahrer ganz genau, jetzt hat mein Triebwagenschaffner zur Abfahrt gepfiffen.

Linie 7
Innerhalb der Stadt Fürth fuhr die von Fürth Flössaustrasse nach Fürth Billinganlage.

Linie 8
Erlenstegen - Rathenauplatz- Hauptbahnhof - Celtisplatz (beim Hauptbahnhof Südausgang)
Karl Brögerstrasse (U Aufsessplatz) Christuskirche - Frankenstrasse Südfriedhof -Worzeldorferstrasse

Linie 9
Bucherstrasse (beim Schöller) - Friedrich Ebert Platz Krelingstrasse - Maxfeld (heute U Rennweg)- Rathenauplatz
Hauptbahnhof - Opernhaus - Zeltnerstrasse (bei der AOK) dort gings links ab zum Kohlenhof - Landgrabenstrasse- Gibitzenhof.

Linie 11
Fürth Hauptbahnhof - Stadtgrenze- Maximilianstrasse- Plärrer-
Hauptbahnhof-Schweiggerstrasse Bauernfeindstrasse.


Linie 12 und 13, die 12 fuhr Gustav Adolfstrasse-?
die 13 Schweinau - ?

Linie 14
Worzeldorferstrasse Rangierbahnhof - Nerzstrasse (U Hasenbuck)- Frankenstrasse - Christuskirche - Tafelfeldstrasse-
Opernhaus -Hauptbahnhof Rathenauplatz -Maxfeld (U Rennweg)-Wurzelbauerstrasse Krelingstrasse -Friedrich Ebert Platz-
Furstrasse Krankenhaus- Brückenstrasse - Deutschherrnstrasse Willstrasse (U-Bahnhaltestelle Gostenhof)
Obere Kanalstrasse- Rochusfriedhof - Hessestrasse - Schlachthof - Elisenstrasse - Schweinau.

Linie 15
Nordostbahnhof Rathenauplatz - Hauptbahnhof Opernhaus -Plärrer - Hallertor- Friedrich Ebert Platz - Bucherstrasse

Linie 16
die fuhr von Nürnberg Rathaus -über Rathenauplatz -zur Viktoriastrasse.(heutige Tauroggenstrasse)
Dort in der Viktoriastrasse war ein Gleiswechsel.(keine Wendeanlage)
man fuhr über diesen Gleiswechsel aufs Nebengleis und wieder zurück in Richtung Rathaus.

Linie 18
Ziegelstein Nordostbahnhof - Rathenauplatz - Hauptbahnhof - Opernhaus - Christuskirche - Frankenstrasse
von dort nicht rechts Richtung Südfriedhof sondern geradeaus über Tirolerstrasse - Bayernstrasse - Bauernfeindstrasse.
und zurück

Linie 21
Ziegelstein - Nordostbahnhof - Maxfeld - Hauptbahnhof - Opernhaus - Plärrer -
Sielstrasse(Bärenschanze) Maximilianstrasse - Raabstrasse(Eberhardhof) - Stadtgrenze - Lobitzstrasse - Fürther Freiheit - Fürth Hauptbahnhof - Fürth Kaiserstrasse -Fürth Flössaustrasse.

Linie 23
Trafowerk - Humboldstrasse - vor der Christuskirche links zur Heinestrasse - An den Rampen und dann links zum Schlachthof - Elisenstrasse -Schweinau.
und zurück

Linie 24
Dutzendteich Peterskirche-Schweiggerstrasse-Karl Brögerstrasse (U Aufsessplatz) Landgrabenstrasse -Hessestrasse Rochusfriedhof-(Totengässla) Obere Kanalstrasse- Willstrasse (U Gostenhof) -Sielstrasse (U Bärenschanzstrasse) Raabstrasse (später Regerstrasse heute U Eberhardshof)- Stadtgrenze- Fürther Freiheit-Fürth Kaiserstrasse- Fürth Flössaustrasse.
und wieder zurück

Linie 26
Westfriedhof - Plärrer - Kohlenhof.
Nach dem Plärrer gings rechts ab in die Zufuhrstrasse - um den Kohlenhof
und über die Steinbühlstrasse wieder zum Plärrer.

Linie 31 (frühere Schnell-Linie)
Trafowerk-Frankenstrasse-Christuskirche-(durch die Tafelfeldstrasse)- Bogenstrasse-
Opernhaus-Plärrer-Maximilianstrasse-Stadtgrenze-Fürther Freiheit-Fürth Billinganlage.
und wieder zurück


Im ersten Drittel der 60 er Jahre schloss man auch das Strab Werk Maxfeld
und man zog um, ins neugebaute Strab und Omnibuswerk Nordost NO beim Lindestadion.
Zuvor waren alle Busse im Schweinauer Depot an der Amberger Strasse untergebracht.
Ab dem Zeitpunkt der Eröffnung des Werkes NO wurden alle Busse - die im Norden Nürnbergs verkehrten dort stationiert.

1964 führt der immer größer werdende Personalmangel zum schaffnerlosen Betrieb.
Fahrkarten sind ab jetzt beim Fahrer erhältlich.

Den Vorreiter machten die Busse, dort wurde als erstes der sogenannte Einmannbetrieb eingeführt.
Die ersten Einmannfahrer auf den Omnibussen bestanden aus freiwilligen Mitarbeitern.
An den starkfrequentierten Bushaltestellen wie z.B. Zabo Bingstrasse und Zabo Mitte - stellte man in der Anfangsphase in den Berufsverkehrszeiten zur Unterstützung zum Fahrkartenverkauf- sogenannte "Standschaffner" auf, da man noch nicht wusste, wie stark der Busverkehr ausser Fahrplan gerät, ohne Schaffner im Wagen.

Später fuhren dann alle Busse im Einmannverkehr, alle Busfahrer der VAG waren Einmannfahrer. Standschaffner gab es auch keine mehr.

Anschliessend wurden alle Strassenbahnzüge für den Einmannverkehr umgerüstet.
Am Anfang nach der Umrüstung liess man die Schaffner zur Unterstützung noch am Zug, die sagten den Fahrgästen- dass es ab sofort auch Fahrscheine beim Fahrer zum kaufen gibt.
Im Laufe der Zeit fuhren dann alle Strabzüge im Einmannverkehr.
An den Brennpunkten wie z.B. am Maxfeld (heute U Rennweg) - stellte man zur Unterstützung im Berufsverkehr auch "Standschaffner" auf.

1965 begann man , - so nach und nach die Fahrzeuge auf Funk umzurüsten.
"Adler 1 bitte kommen" war da plötzlich zu hören.
Eine ältere Frau sagte mal "Warum sagen die Fahrer immer Adler 1 bitte kommen, obwohl nie ein Adler kommt"
Die erste Funkleitstelle befand sich im Hochhaus am Plärrer in einen kleinen Raum.
Die ersten Fahrdienstleiter (heute Verkehrsmeister) die dort Dienst machten - waren begeistert von der Technik und der anfänglichen Ruhe.
Die erste Linie die auf Funk umgerüstet wurde, war die Linie 21 Fürth Flössaustrasse-Ziegelstein.
Aber im Zuge weiterer Umrüstungsmassnahmen waren diese Kollegen vielbeschäftigte Leute.
Man darf dabei nicht vergessen, dass die Strassenbahn noch durch die Innenstadt fuhr - und mit wachsenden Wohlstand nahm der Autoverkehr rapide zu, so dass Verspätungen an der Tagesordnung waren.

Diese Verspätungen und alle ausserplanmässigen Vorkommnisse wurden der Leitstelle über Funk übermittelt.
Die Leitstelle entschied dann, ob ein Zug mit Verspätung seine Fahrt zum Südfriedhof z.B. schon am Trafowerk beendet - um dann in Richtung Erlenstegen wieder planmässig einzusetzen.

Das kam den Fahrgästen aber auch zu gute, denn man liess keinen Zug vorzeitig wenden, wenn der Nachfolgezug stark mit Fahrgästen besetzt war, oder zu weit entfernt war .
Da wurde über Funk beim Nachfolgezug nachgefragt

Das grosse plus lag darin, wenn eine Strab nicht mehr weiterfahren konnte , weil ein Unfall oder eine Behinderung im Gleisbereich war, dann verständigte der Fahrer dieses Zuges sofort die Funkleitstelle
mit den genauen Standort, den Unfallhergang, wieviele Verletzte usw.
bei Bedarf wurden von der Leitstelle Polizei Sanitäter verständigt.
nachfolgende Züge wurden sofort umgeleitet, Schienenersatzverkehr (Busse) eingeleitet.

Diesen Abschnitt in der Geschichte der VAG würde ich als sehr Fahrgastfreundlich bezeichnen.

Bevor man auf Funk umstellte, waren an stark frequentierten Haltestellen, - Fahrdienstleiter (heute Verkehrsmeister)tätig.
Bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit standen die Aufsichtsbeamten im Freien und waren damit beschäftigt, einen reibungslosen Betrieb herzustellen.
Sie machten Ihre Sache sehr gut, einen Gesamtüberblick über die gesamte Strecke hatten Sie natürlich nicht, dass hatte man erst in der Funkleitstelle, als alle Züge mit Funk ausgestattet waren.

1965 beschloss der Stadtrat den Bau einer U-Bahn, zwei Jahre später beginnen die Bauarbeiten.
Die U1 soll die dichtbesiedelten Wohngebiete in der Trabantenstadt Langwasser - mit der Innenstadt verbinden.
Es lagen auch mal Pläne vor, evtl. eine U-Bahntrasse Langwasser - Schweiggerstrasse - zum -Hauptbahnhof.
Aber man entschied sich dann doch zur jetzigen Linienführung.

Die Bewohner vom Ortsteil Langwasser fuhren noch bis März 1972 mit ihren 1 er oder mit der Strassenbahnlinie 11 bis zur Bauernfeindstrasse
und dann mussten sie in Busse umsteigen, diese Omnibusse waren alle hoffnungslos überfüllt.


13. Juli 1966
Der Stadtrat beschließt, dieselben U-Bahn-Wagen wie die Münchner zu bestellen

Der Baubeginn der U 1 war am 20.03.1967. Rammstoss
Ab Mai bzw. August 1971 waren die ersten U-Bahnfahrer und Stellwerker zu sehen, sie wurden auf die neuen Züge und in die neue Technik eingewiesen.

Vor dem 01.03.1972 fuhr man eine zeitlang Probebetrieb ohne Fahrgäste - aber schon nach dem Orginalfahrplan ab 01. März 1972

Am 01. März 1972 um 10:00 Uhr war es dann endlich soweit, die ersten U-Bahnzüge rollten von Langwasser Süd zur Bauernfeindstrasse.
Das waren genau 3,7 km.
Uber 5000 Menschen kamen an diesen 01. März um in Langwasser die Eröffnung der U-Bahn zu feiern.
Tausende von Erinnerungsfahrscheinen mit dem Aufdruck "01.März 1972 10:00 Uhr" - waren nach kurzer Zeit vergriffen.
Die ersten Tage durften die Fahrgäste kostenlos fahren um ihr neues Verkehrsmittel zu testen - auf der 3,7 km langen Strecke mit ihren 7 Bahnhöfen.
Alle waren begeistert.
Am Bahnhof Bauernfeindstrasse bestand Anschluß zur Straßenbahnlinie 1 und 11 - die über die Bayernstrasse-Schweiggerstrasse -Hauptbahnhof in die City - und weiter nach Fürth fuhren.

Wir wurden von anderen Städten wegen der relativ kurzen Strecke etwas belächelt, aber das machte nichts der Anfang war mal gemacht.

Die Langwasseraner waren froh, sie hatten ihren Bus los und mit der U-Bahn war es viel bequemer.

Ein Langzug der U-Bahn hat eine Länge von 76 meter und fasst ca. 800 Fahrgäste
und hat eine Leistung von 2000 PS - die Höchstgeschindigkeit liegt bei 80 kmh - diese Höchstgeschwindigkeit wird aber nur erreicht bei langen Bahnhofsabständen in der Regel liegt die Geschwindigkeit zwischen 65 und 70 kmh.
Dafür benötigte man sehr viele Strassenbahnzüge.

VAG U-Bahn 401-464

In einen Interview mit der hiesigen Presse wurde ein U-Bahnfahrer gefragt, wass denn der Unterschied sei zwischen einer Strassenbahn und einer U-Bahn, darauf sagte der Fahrer : "Das ist ein Unterschied wie zwischen einen Leiterwagen und einen modernen Reisebus".

Man befuhr die 3,7 km lange Strecke mit 7 Bahnhöfen
teils mit Kurzzügen 38 m und teils mit Langzügen 76 m.

Nach der Betriebsaufnahme sassen an allen 7 Stationen noch Fahrkartenverkäufer und Zugabfertiger.
Der Fahrer konnte sitzenbleiben er bekam sein Signal zum Türenschliessen und zum Abfahren via Zugabfertiger und Signalbild übermittelt.
Der Zugabfertiger überwachte über Monitor den Bahnsteig und den Ein und Aussteigevorgang eines Zuges.
Ein T signalisierte den Fahrer Türen schliessen
und ein runder grüner Kreis signalisierte die Abfahrt des Zuges.

Heute gehen die Fahrer bei jeder Station raus auf dem Bahnsteig
und fertigen den Zug selbst ab.
Fahrkartenverkäufer gibts auch nicht mehr, dafür gibt es heute Fahrkartenautomaten.

An der Oberfläche der Station Langwasser Mitte baute man einen überdachten Busbahnhof und einen direkter Zugang zu einem Einkaufszentrum

Bahnhof Scharfreiterring zum U-Bahnbetriebshof
Vom 4 gleisigen Bahnhof Scharfreiterring führt ein Brückenbauwerk zur Werkstatt der Pegnitzpfeile. Man fährt in die große Abstellanlage des Betriebshofes ein.
Es lagen einmal Pläne der "Grünen" vor, man wollte über diese Abstellanlage weiterbauen zum Klinikum in Langwasser. Das ist aber nicht realisierbar wegen der örtlichen Gegebenheiten.

Wenn Sie diese für den Fahrgast gesperrte Strecke befahren möchten, dass ist am Tag der offenen Tür möglich.
Siehe Informationsschriften zum "Tag der offenen Tür" - U-Bahn Werkstatt-Besichtigung.

Die heutige Station Messezentrum hiess damals noch Neusselsbrunn nach dem dortigen Ortsteil benannt.
Erst später enstanden Pläne für das heutige Messezentrum danach wurde die Station in Messezentrum umbenannt.
Heute nach einer Modernisierung heisst die Station "Messe"
Ich bin überzeugt wenn die U-Bahnplaner damals schon vom Standort Messe gewusst hätten , dann wäre dieser Bahnhof komfortabler ausgefallen.

Die Beschäftigten von der MAN konnten es gar nicht mehr erwarten bis die Verlängerung zur Frankenstrasse kam, sie mussten an der Bauernfeindstrasse in die Strab umsteigen - und dann an der Bayernstrasse in den Bus.
Wenn die U bis Frankenstrasse fährt, so schwärmten sie immer, dann können wir direkt fahren, dass wäre eine enorme Zeitersparnis.
Aber sie mussten noch warten - denn dieser Bauabschnitt führte von der Bauernfeindstraße durch den Rangierbahnhof zum Hasenbuck und weiter zur Frankenstraße.
Das Tunnel zwischen Hasenbuck und Frankenstraße musste bergmännisch aufgefahren werden.
Damals waren einige Sprengungen notwendig, da der Hasenbuck aus vielen Gesteinsschichten besteht.
Dies war der erste Tunnel mit einer solchen Bauweise. Hier machten die U-Bahnbauer erste Erfahrungen für den späteren Tunnelbau der Innenstadt.
Die Bauzeit für diesen Abschnitt war von 1970 - 1974, diese Teilstrecke ist 2,5 km lang das Tunnel zwischen Bauernfeindstrasse und Hasenbuck beträgt 1,5 km.

Am 18.Juni 1974 war es dann soweit
die Strecke Bauernfeindstrasse - Hasenbuck - Frankenstrasse wurde eingeweiht.
Die Fahrzeit zwischen Langwasser Süd und Frankenstrasse betrug 10 min. Da hatte das Auto keine Chance mehr.

Stadt Nuernberg


Nuernberger Zeitung

VAG Nuernberg


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