Die Geschichte der U 1 Nürnberg

Teil 2




Frankenstrasse - Weisser Turm.


Von 1972 - 1975 war die Nürnberger Südstadt eine einzige grosse Baustelle.

Man baute das Teilstück Frankenstrasse - Aufsessplatz.

Lichtenhof früher
Lichtenhof Neuzeit

Viele Fahrgäste sagten, jetzt fahr ma bald bis zum Schockn
(so nennen die älteren Nürnberger Bürger heute noch das Kaufhaus Horten)
Aufsessplatz Schocken
und die gesamte Südstadt freute sich schon auf die Einweihung der Bahnhöfe Maffeiplatz - Aufsessplatz.
Aber das dauerte noch eine ganze Weile, vor allem die Anwohner auf dieser Strecke mussten sich noch allerhand Baulärm anhören.


Am 23. September 1975 war es dann endlich soweit, dass war der Tag der Einweihung der Strecke Frankenstrasse - Maffeiplatz - Aufsessplatz.
1,1 km Meter Tunnelstrecke waren fertig und insgesamt 7 km U-Bahnstrecke mit 11 Stationen. Die Südstadt feierte, vergessen waren die Unanehmlichkeiten bedingt durch den U-Bahnbau, die Pegnitzpfeile rollten ins Herz der Südstadt.
Die Fahrzeit zwischen Langwasser Süd und Aufsessplatz betrug 13 Minuten. Eine beachtliche Leistung.

Bei der Einweihung stand eine Frau am Bahnsteig und als ein Langzug in den Bahnhof einfuhr, sagte sie zu ihren Mann : "Allmächt naa ist deer lang"

In den Anfangszeiten als die U-Bahn noch bis Bauernfeindstrasse fuhr, schrieb die Presse :
Platz ist in den Zügen genügend vorhanden, für jeden Fahrgast ein eigenes Abteil.

Viele Fahrgäste liefen von der damaligen Endstation Aufsessplatz zum Hauptbahnhof Südausgang, wenn sie z.B. mit dem Zug weiter fahren mussten. Es war ein Fussweg von ca. 10 Minuten.
Man war also dem Nürnberger Hauptbahnhof schon ein ganzes Stück näher gerrückt.

Am U-Bahnhof Aufseßplatz wurde die U 3 bereits mit berücksichtigt:
Es muss nur noch eine Trennwand vom Verteilergeschoss durchgebrochen werden,
ein Teil des Bahnsteigs für die U 3 wurde schon mitgebaut..

Der Bahnhof Hauptbahnhof:

Hauptbahnhof


Bahn.de
Vom Aufseßplatz ging es dann weiter in Richtung Innenstadt. Nun begann mit der schwierigste Teil des Nürnberger U-Bahnbaus - der Tunnelbau durch die Altstadt.

Mit den Bahnhöfen Hauptbahnhof - Lorenzkirche und Weißer Turm sollte die Innenstadt erschlossen werden.

Die U-Bahnstation Hauptbahnhof erhielt drei Ebenen. Es wurden einschneidende Eingriffe in den Mittelteil des Bahnhofgebäudes notwendig.
Aus statischen Gründen mußte die Kuppel Eckpfeilern beseitigt werden, es war außerdem daran gedacht, den Portikus abzubauen.
Die Bundesbahn und die Denkmalpfleger forderten einen Erhalt der historischen Fassade.
Letztendlich setzte sich der Vorschlag durch, den Portikus zu erhalten. Für den Erhalt der historischen Fassade standen zwei unterschiedliche Möglichkeiten zur Auswahl: Die Entscheidung fiel zugunsten der Fassadenabfangung.
Besonders die größere Zeitersparnis sprach letztlich für die Fassadenabfangung. Dazu wurde der Mittelbau des Hauptbahnhofes mit seiner Kuppel abgetragen und nur die Natursteinfassade aus Muschelkalk stehengelassen.

Heute zeigt sich das Bahnhofsgebäude wieder als ansehnliche Visitenkarte der Noris.
Aber auch im Innern hat das Erscheinungsbild des Bahnhofes durch den U-Bahnbau gewonnen. Neue und moderne Geschäfte, die anspruchsvolleren Kundenwünschen entsprechen, entstanden.



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