Die Geschichte der U 1


Ludwigsstraße - Plärrer - Gostenhof - Bärenschanze

Bauzeit 1976-1980.

Einweihung der Strecke Weisser Turm - Bärenschanze war am 20. September 1980.

Es lag nahe, dass dem Plärrer auch größte Bedeutung zugemessen wurde.
Hier werden sich alle drei 3 für Nürnberg vorgesehenen U-Bahnlinien kreuzen.
Die Züge der U 1 und U 2 halten in jeweils der gleichen Richtung
(stadtein- oder stadtauswärts) am selben Bahnsteig.

Damit kann das umsteigen am selben Bahnsteig auf kürzestem Wege abgewickelt werden.

Die Bahnsteige für die stadteinwärtige und stadtauswärtige Richtung wurden jeweils unmittelbar übereinander angeordnet.
Da der Plärrer einer der verkehrsreichsten Plätze in Nürnberg ist-- tauchte das Problem auf, wie der Auto und Straßenbahnverkehr während der Bauzeit aufrechterhalten werden konnte.

Die Lösung war eine Deckenbauweise.
Für die Kreuzung mit der dritten U-Bahnlinie wurden bereits bauliche Vorsorgemaßnahmen getroffen, so daß der Bahnsteig für die U 3 ohne Beeinträchtigung des übrigen U-Bahnbetriebes problemlos angeschlossen werden kann. Eine beachtliche Leistung was damals die U-Bahnbauer und Planer vollbrachten.
Hier sowie am Aufsessplatz (siehe unter Aufsessplatz) hat man schon für die Zukunft mitgedacht und gebaut.
Wegen des hohen Fahrgastaufkommens wurde der Bahnhof großzügig mit Verteilergeschossen versehen.
Durch das Bahnhofsbauwerk - kann der Plärrer von den Fußgängern in allen Richtungen unterquert werden.
Durch sechs Lichtkuppeln, die in die Decke eingefügt sind, fällt in das Fußgängergeschoß und in die oberste Bahnsteigebene das Tageslicht, wodurch der Hallencharakter des Bahnhofs zur Geltung kommt.

Durch den U-Bahnbau konnte an der Oberfläche neuer Raum geschaffen werden.
Dort befindet sich u.a. eine grosse Wasserfontäne.

Vom Plärrer aus ging es weiter in Richtung der Nachbarstadt Fürth.

Das Tunnel zwischen Plärrer und Gostenhof wurde
in offener Bauweise gebaut.
Das Anschlussstück für die U2-Süd Richtung Rothenburger Strasse
wurde bereits mitgebaut.

Für die Umgestaltung der Fürther Straße lagen viele Pläne vor
es bot sich an, die Oberfläche nach dem U-Bahn-Bau etwas umzugestalten.
Die freien Flächen wurden zur Fußgängerzone umgestaltet.
In Gostenhof sowie auch an der Bärenschanze konnten Deckenöffnungen
mit Lichtkuppeln eingebaut werden.

Man folgte hierbei dem Vorbild am Plärrer
dort wurde nämlich zum ersten Mal in der Geschichte des Nürnberger U-Bahn-Baus das Tageslicht mit eingeplant.
Der Bau der Strecke verlief im Vergleich zu den Arbeiten in der Innenstadt unkompliziert. Besuchen Sie auch meinen Bericht Fränkische Geschichten Fränkische Geschichten Weiter gehts auf Seite 5

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