Technik der U-Bahn






Die Pegnitzpfeile.

Der Name Pegnitzpfeile stammt von der Pegnitz - der Fluss der durch Nürnberg fließt.

1966 beschloss die Stadt Nürnberg, dass sie die selben Züge bestellen wie die Stadt München.
Die ersten Züge wurden in Nürnberg ab 1970 - von der MAN ausgeliefert.
Das waren die Wagen (401/402 - 413/414).

Die ersten U-Bahnfahrer sah man ab Mai bzw. August 1971 zur Schulung in Nürnberg Langwasser. Sie wurden in die neue Technik eingewiesen.

Ein DT1 = Doppeltriebwagen besteht aus :

einen ungeraden Wagenteil
z.B. 401
das ist der Luftteil dort befindet sich der Kompressor.

einen geraden Wagenteil
z.B. 402 das ist der Stromteil.

Beide Teile ergeben eine Einheit (Kurzzug) genannt,
und haben eine Länge von 37,50 m. und eine Breite von 2,90 m

Einen Kurzzug kann man nicht nochmals auseinanderkuppeln, zum fahren benötigt man immer einen Luft und einen Stromteil.

Auf verschiedenen Zügen
war vorne in Höhe der Fahrertüre das Münchner Kindl zu sehen, das bedeutet es wurden diese Nürnberger U-Bahnzüge - während der Olympischen Spiele nach München verliehen - und konnten dort mit den Münchner Zügen gekuppelt und eingesetzt werden.
Da war man froh, dass sich Nürnberg und München entschlossen hatten, die selben Züge zu bestellen.
Diese Münchner Wappen sind leider durch Neu und Umlackierungen nicht mehr zu sehen. Ich glaube zu wissen das am Teil 404 noch dieses Wappen zu sehen ist.

Sicherlich wird sich der eine oder andere von Ihnen noch erinnern als 1978 die U1 bis zum Weissen Turm verlängert wurde und plötzlich erhöhter Fahrzeugbestand bestand. Zu dieser Zeit fuhren in Nürnberg auch die blauen Münchner Züge, da half uns München aus.


Vorige Woche März 2003, las ich in der Nürnberger Zeitung, dass wegen Fahrzeugmangel in Nürnberg - wieder Münchner Züge zum Einsatz kommen.

Der bisher verwendete Antrieb mit Gleichstrommotoren wurde nach 1979 nicht mehr gebaut.
Es wurden ab 1980 Drehstrommotoren auch im Schienenverkehr eingesetzt und damit Energiesparende Fahrzeuge.
Die 1980 gelieferten Wagen 465/466 - 491/492 wurden mit dieser Technik ausgestattet.
Nürnberg war damit die erste Stadt weltweit,!!! in der serienmäßig Drehstrom-Triebwagen auf der U-Bahn eingesetzt wurden.
VAG Nürnberg




VAG - U-Bahntechnik

VAG U-Bahntechnik 2

VAG U-Bahntechnik 3

Hier erfahren Sie alles über die Fahrerlose U-Bahn.

VAG Nürnberg U-Bahn

Pro 7 Technik U-Bahnen


U-Bahn

Bei der U-Bahn handelt es sich um ein komfortables und sicheres Verkehrsmittel.

U-Bahnstellwerk.
Hier ein kleiner Auszug auch für den Laien verständlich geschrieben.

Zum Bedienen eines Stellwerkes benötigt man u.a. folgende Einrichtungen:

Den Stelltisch

von dort aus werden die Weichen und Signale ferngesteuert.

Der Stelltisch ist aus Feldern zusammengesetzt - und zeigt ein wirklichkeitsähnliches Bild der Gleis- und Signalanlagen (Gleisbild).
Die Felder enthalten Drucktasten, Melder und Zählwerke.

Die Melder zeigen die Stellungen der Weichen, die Halt bzw. Fahrtbegriffe der Signale, das Frei- oder Besetztsein der Gleise und Weichen - und den Betriebszustand der Stromversorgungsanlage an.
Die Melder können Ruhelicht oder Blinklicht zeigen oder dunkel sein.

Ferngestellte Weichen werden durch elektrische Antriebe umgestellt.
Das Umstellen dauert in der Regel 3 bis 5 Sekunden.
Für Weichen ist in der Regel keine Grundstellung bestimmt.
Ferngestellte Weichen können durch Bedienen der Weichengruppentaste und der Weichentaste einzeln umgestellt werden - oder sie laufen beim Einstellen von Fahrstrassen fahrstrassenweise in die erforderliche Stellung.

Relais, die Stromversorgungs- und die Aussenanlagen.
Die Relaisanlage verbindet den Stelltisch mit den Aussenanlagen.
Zur Aussenanlage gehören u.a. Signale und Weichen. Das Frei- oder Besetztsein der Gleise und Weichen - wird durch Gleisfreimeldeanlagen überwacht.
Freie Gleisfreimeldeabschnitte in einer Fahrstrasse - werden durch die gelb leuchtenden Gleismelder der Gleisabschnitte angezeigt- sowie auch die Spitzen- und Stellungsmelder der Weichen.
Besetzte Gleisfreimeldeabschnitte werden durch die rot leuchtenden Gleismelder der Gleisabschnitte angezeigt,
sowie auch die Spitzen- und Stellungsmelder der Weichen

Störungsdrucker mit Zählwerk.
Alle zählpflichtigen Tastenbedienungen (z.B. Weichenhilfstaste) werden von einen Störungsdrucker registriert.
Es kann also jede Stellwerkshandlung mit einer Hilfstaste "nachgewiesen werden".

Die Signalbilder und deren Bedeutung:

Nach dem Signalbild richtet sich auch die Geschwindigkeit eines Zuges.

HP 0 Signalbild rot bedeutet Zughalt , es darf nicht gefahren werden.
Fährt man trotzdem bei HP 0 an, so erfolgt eine Zwangsbremsung, der Zug bleibt sofort stehen, er wird eingebremst.
Ein Magnet im Gleisbereich ist bei Signalbild HP0 scharf geschaltet,- ein Gegenmagnet befindet sich an der Unterseite des Fahrzeugs.

HP1 Signalbild grün bedeutet freie Fahrt
Wenn ein Signal HP1 = grünes Licht zeigt, so darf der U-Bahnfahrer mit der Höchstgeschwingigkeit die dieser Streckenabschnitt zulässt, bis zum nächsten Signal fahren,der Fahrweg ist frei und gesichert.

HP2 Signalbild grün gelb bedeutet
zwischen dem Start und den Ziel kommt ein Gleiswechsel
max. 40 kmh über den gesamten Weichenbereich. Der Fahrweg ist frei und gesichert.

HP3 Signalbild gelb bedeutet
Einfahrt z.B. in eine Abstellanlage max. 20 kmh, der Fahrweg ist frei und gesichert.

Die Züge der U- Bahnen fahren nach einem festen Fahrplan und nach einer gesetzlichen festgelegten Signalordnung - mit eindeutig definierten Signalbegriffen.

Der U-Bahnfahrer fährt nach Signalen.
Der Autofahrer dagegen fährt auf Sicht.
Der Autofahrer kann wenn die Ampel grün zeigt, nicht bis zur nächsten Ampel mit Höchstgeschwindigkeit fahren, er fährt auf Sicht und muss sein Fahrverhalten den Verkehrsfluss Individualverkehr anpassen.

Fahren auf Sicht gibt es zwar auch beim Zugverkehr, beschränkt sich aber auf den Störungsfall.

Die Einfahrt in einen Bahnhof, und der gesamte Bahnsteigsbereich und der dazugehörende Bahnhofsgleisbereich wird Kameraüberwacht.
Befindet sich eine Person im Gleis, so erhält der Zugfahrer vom diensttuenden Überwacher - in der U-Bahnleitstelle Nothaltsignal,(rotblinkend)
der U-Bahnfahrer muss beim erkennen dieses Signalbildes sofort eine Notbremsung einleiten.

Nothaltsignale befinden sich bei jeder Ein und Ausfahrt eines jeden Bahnhofs und zwar :
80 m vor und 80 m hinter jedem Bahnhof.

Auch ein Fahrgast der sich am Bahnsteig befindet und im Gleisbereich oder am Zug eine Gefahr erkennt, hat die Möglichkeit das am Bahnsteig befindliche Nothalt zu ziehen.
(Deutlich erkennbar am Bahnsteig angebracht), ausserdem hat der Fahrgast die Möglichkeit anschliessend über Sprechanlage - mit der Leitstelle in Verbindung zu treten.

Noch eine Sicherheit für den Fahrgast ist in den U-Bahnzügen eingebaut.
Wenn nicht alle Türen eines U-Bahnzuges ordnungsgemäss geschlossen sind, dann bekommt der Fahrer kein Grünlicht (Türen geschlossen) sollte er jedoch versuchen abzufahren,-dann ist der Fahrstrom unterbrochen - und der Zug bewegt sich keinen Millimeter.

Das Sie sich als Fahrgast auch immer wohlfühlen, auch bei vollen Zügen, ist eine Umwälzanlage eingebaut, - 30 mal in der Stunde wird frische Luft ins Wageninnere zugeführt.

Die Fahrstrasse:
Fahrstrasse so nennt man den Fahrweg für die U-Bahn.

Für die Einstellung einer Fahrstrasse benötigt man immer 2 Tasten, die Start und die Zieltaste.

Beispiel :
Fahrstrasseneinstellung Hasenbuck Gleis 1 nach Frankenstrasse Gleis 1

Wenn innerhalb einer einzustellenden Fahrstrasse keine Zugbewegung stattfindet - und alle zur Fahrstrasse befindlichen Weichen und Flankenschutzweichen freigemeldet und verschlossen sind - (dass heisst diese verschlossenen Weichen können nicht mehr umgestellt werden) und der Durchrutschweg frei ist,
dann geht das Signal auf Fahrt.

Der Durchrutschweg berechnet sich fogendermassen : sollte ein Zug bei voller Geschwindigkeit über ein halt zeigendes Signal fahren - der gesamte Bremsweg nach diesen halt zeigenden Signal - dass ist der Durchrutschweg - der muss also auch frei sein, bevor ein Signal auf Fahrt geht.

Flankenschutzweichen
sollen verhindern, dass ein U-Bahnzug - durch einmündende Fahrten (sogenannte Flankenfahrten) gefährdet wird.
Flankengefährdungen wären möglich durch kreuzende Zugfahrten.
Daher müssen nicht nur die in der Fahrstrasse befindlichen Weichen verschlossen sein, sondern auch die Flankenschutzweichen
Wenn nun ein U-Bahnzug ein Signal mit einen Fahrtbegriff passiert hat, dann fällt das Signal sofort wieder auf Halt, darum können auch keine 2 Züge in einen Abschnitt fahren (wie etwa beim Autoverkehr,)
sondern immer nur im Abstand der Signale. Man spricht daher auch vom Fahren im Signalabstand.
Daraus ersehen Sie :"Eine wichtige Voraussetzung für den sicheren Zugbetrieb ist :" Ein Signal darf (kann) erst dann auf Fahrt gestellt werden,- wenn der folgende Abschnitt frei von Hindernissen ist.(anderen Zügen oder besetzt gemeldeten Weichen)

Soweit die kleine Einführung.

In der Regel bei planmässigen Betrieb, wird an den Signalen die Zuglenkung ZL eingeschaltet.
Die Züge sind am Stelltisch oder an der Stelltafel mit einer Zuglenk-nummer versehen.
Mit diesen Zuglenk-nummern fahren die Züge vom Ausrücken bis zum Einrücken.
Je nach Fahrplan und Zuglenk-nummer stellt die ZL die Fahrstrasse ein.
Das bedeutet die ZL (Zuglenkung) fragt die vor ihm liegende Strecke ab, ob dort auch keine Zugbewegung stattfindet - und ob alle Weichen die zur Fahrstrasse gehören, freigemeldet sind,
dann schaltet die ZL das Signal auf einen Fahrtbegriff.
Grundvoraussetzung ist natürlich auch hier, dass in der einzustellenden Fahrstrasse, keine Zugbewegung stattfindet - der Durchrutschweg freigemeldet ist - und alle Weichen und Flankenschutzweichen freigemeldet sind,
erst dann schaltet die Zuglenkung das Signal auf einen Fahrtbegriff,

Es gibt es für jeden möglichen Abzweig eine Zuglenk-nummer.

Bei ausserplanmässigen Fahrten wie auch Rangierfahrten oder Störungen - wird die ZL ausgeschaltet und der Verkehrsmeister Stellwerker stellt von Hand ein.




Hoffentlich hat Ihnen "Die Geschichte der U 1" gefallen.



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Fränkische Geschichten

Alles Gute weiterhin bleims gsund und munter

Seniorchef Günter