Seite 9 Mein Besuch in Hundsdorf 2006

Hundsdorf im Westerwald 2006
56. Indian-Council

Das ist das Gelände bei Hundsdorf im Westerwald,wo alljährlich das große Council des
Deutschen Western-Bundes stattfindet. Es geht immer von Christi Himmelfahrt-beginnend mit
dem Aufbau und endet am Pfingstmontag und den Tagen danach mit dem Abbau.



Das große Tipilager an den Hängen des Westerwaldes.In Hundsdorf-Town gibt
es auch eine sogen. Mainstreet, an der die Trader (Händler) mit ihren
Geschäften angesiedelt sind...., aber auch D I E Einrichtung einer Westernstadt -der"SALOON"
darf nicht fehlen. Hier treffen sich dann die Teilnehmer des Councils,egal ob Indianer,
Cowboys,Mountain Man oder auch die Soldaten der Nord- undSüdstaaten-Armee.



Einzug der einzelnen Indianergruppen
Beim Indian-Council treffen sich, wie schon erwähnt, die Vereine
aus Deutschland und angrenzendem Ausland und jeder Verein stellt
sich in dem Outfit dar, dessen Geschichte der einzelnen
Indianerstämme des sog. Wilden Westen entspricht.



Die von den Teilnehmern getragene Kleidung, Kultgegenstände und Stammeszeichen,
sind authentische Nachbildungen und auch selbst angefertigt.
Jeder Hobbyist, der einer solchen Indianervereinigung (Verein) beitreten und
sich diesem Hobby widmen will, wird während dieses Council
in einer überliefernden Zeremonie, aufgenommen
d.h. durch Tänze, spirituelle Handlungen und Namensgebung.



Diese Tänzer und weitere Clanmitglieder sind vom Stamme der "CROW-Indianer",die heute noch
im Reservat in der Gegend um das berühmt gewordene "Little Bighorn Battlefield" leben.
Das ist der historische Platz, an dem Brigade-General" George Armstrong C U S T E R
eine vernichtende Niederlage mit seiner
7. US-Kavallerie erlitt und bis zum letzten Mann aufgerieben wurde.



Hier sind die Frauen, zur damaligen Zeit auch
"SQUAWS" genannt, was eigentlich ein Schimpfwort bei den
Indianern bedeutet, vom "Eulen-Clan" in ihren wunderschönen, mit Perlen
bestickten Kleidern am Tanzplatz. In diesen Clan können
Frauen auch nur nach rituellen Abläufen, aufgenommen werden.



dieser "Krieger" der Büffel-Society ,hat wohl zu sehr beim Buffalosteak zugelangt! und wie man hier
sieht, wird nicht nur die authentische Kleidung getragen, sondern auch die "Kriegsbemalung" angelegt.



Auch aus dem Trapper-Mountain Man-und Farmerlager
sind die Teilnehmer angetreten. Hier, genau wie bei den
Indianergruppen, wird nur authentische selbstgefertigte Kleidung und Ausrüstung getragen.



Die Teilnehmer lauschen den
Begrüßungsworten des Bürgermeister´s aus Hundsdorf / Westerwald



Bunt gemischt haben sich die Teilnehmer der einzelnen
Indianerstämme, sowie alle anderen Gruppen am Versammlungsplatz getroffen



Am großen Versammlungsplatz
geben sich alle anderen Gruppen und Teilnehmer am 56. Indian-Council ein Stelldichein



Ein Sioux-Lakota in vollem Häuptlingsornat, auch dieses widerum alles in Eigenfertigung erstellt.



Im Tipilager. Das Tipi ist das "Heim" der Plains-Indianer. d.h. der Stämme ,
die, als es noch keine Reservate gab
und die Indianer noch frei lebten, als Nomaden umherzogen.
Das Tipi wurde dazu immer ab- und aufgebaut. Diese Arbeiten
mußten nur von den Frauen verrichtet werden.
Mal auf der Jagd nach dem Buffalo,mal zum Sommer- oder Winterlager.
Im Süden der USA,z.B.Monument Valley,leben die Indianer(Navajo)
auch noch heute z.Teil in den sogenannten Hoogans.
Das sind feste Hütten aus Holz und Lehm erbaut.



Unsere eigenen Tipi´s am 56.Indian-Council 2006
Diese waren unser "Heim" für das 11 Tage dauernde Council.



Auch wenn es unmöglich erscheint, aber in einem Tipi - ist
ja nur aus fester Leinwand - kann ohne Bedenken ein offenes Feuer brennen.
Im oberen Teil der Tipi´s sind zwei Rauchklappen,die geöffnet oder bei Regen
geschlossen werden. Nachdem die Tipiplane ringsum ca. 10cm vom Boden entfernt
auf dem Stangengerüst aufliegt, entsteht ein Zug, der den Rauch
nach oben aus dem Tipi führt. Das Feuer wird
in einer Bodenmulde angelegt und mit Steinen ringsum gesichert.



An einer in 2m Höhe umlaufenden Leine wird die Kleidung, Waffen und alle anderen
notwendigen Gegenstände aufgehängt. Diese Leine dient wie eine Kleiderstange im Schrank.



Bei schönem Wetter sitzen und essen wir gemeinsam unter
dem Sonnensegel. Gekocht und Gegrillt wird über offenem Feuer



...bei schlechtem Wetter ziehen wir uns ins Tipi zurück
und geniesen die Wärme des Feuers



Vorsicht - habe heute noch nichts zum Futtern bekommen und
der Eintritt ins Tipi meiner "Rothaut" ist nicht gestattet



Die Mainstreet in Hundsdorf - Town bei Regen
- schlammig wie dies auch in den USA zur damaligen Zeit üblich
und die Häuser/Hütten ebenso primitiv wie zu den sogenannten "Goldenen Zeiten "
des Wilden Westen- eben alles authentisch, wie wir unser Hobby betreiben.



Auch im Regen sind die Western´er unterwegs,
um bei den Tradern (Händlern) an der Mainstreet Perlen, Federn, Decken, Lebensmittel
und andere Gegenstände zu erwerben. Solche Ansiedlungen waren im "Wilden Westen"
auch der geeignete Platz für Trapper und Mountain-Man, um ihre Felle
gegen andere benötigten Sachen einzutauschen.
.